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Dopingmittel

Furosemid ist ein Medikament, dass die Wasserausscheidung über die Niere fördert. Es wirkt bei Wasseransammlungen im Gewebe, die durch Bluthochdruck, Herzschwäche, Leber- oder Nierenfunktions-Störungen entstehen, aber auch beim unerlaubten Doping ist Furosemid ein Begriff. Es steht auf der internationalen Dopingliste und die Einnahme ist vor und während Wettkämpfen verboten.

Dopingmittel

Im Gegensatz zu den meisten Dopingmitteln hat Furosemid eigentlich nichts mit einer Steigerung der Leistungsfähigkeit des Sportlers zu tun.

Welche Ziele werden beim Doping mit Furosemid verfolgt?

Im Gegensatz zu den meisten Dopingmitteln hat Furosemid eigentlich nichts mit einer Steigerung der Leistungsfähigkeit des Sportlers zu tun. Man wird nicht schneller, nicht ausdauernder und nicht schmerzunempfindlicher beim Doping mit dem Medikament. Es geht hier um etwas ganz anderes: Durch die angekurbelte Flüssigkeitsausscheidung verliert der Sportler an Gewicht und das ist bei verschiedenen Sportarten sehr wichtig. Boxer und andere Kampfsportler können mit weniger Gewicht in günstigere Kampfklassen oder überhaupt erst zur Startgenehmigung kommen, Jockeys und Skispringer müssen möglichst leicht sein. Außerdem hat das Furosemid aber auch noch einen anderen Effekt. Mit der Flüssigkeit werden neben Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen auch im Körper vorhandene Medikamentenreste und leistungsstärkernde Substanzen ausgeschieden. Deshalb wird das Mittel auch zur Verschleierung bzw. Maskierung vorher eingenommener Dopingmittel verwendet. Es verdünnt durch die höhere Menge auch den Urin und die Konzentration verbotener Stoffe verringert sich.

Bewiesene Fälle von Doping mit Furosemid

Schon im Jahr 2000 wurden bei der Weltmeisterschaft in Sydney die rumänischen Turnerinnen wegen der Einnahme von Diuretika gespert, 2008 wurde in Peking eine vietnamesische Sportlerin des Dopings mit Furosemid überführt, 2012 wurden Turnerinnen positiv auf das verbotene Mittel getestet. Auch bei den neuesten Doping Skandalen in Jamaika und Amerika ist zum Teil Furosemid zur Verschleierung leistungssteigernder Substanzen eingenommen wurden.

Die Gefahrlichkeit von Furosemid als Dopingmittel

Wer das Medikament ohne medizinische Indikation einnimmt, kann sehr schwerwiegende Gesundheitsstörungen erleiden. Der Flüssigkeitsverlust und der gleichzeitige Verlust an Kalium, Calcium und Magnesium ist bei bestimmten Krankheiten medizinisch tolerierbar und notwendig, bei gesunden Menschen kann er zu sehr niedrigem Blutdruck, zu Herzrhythmusstörungen, zu Muskelschwäche und Wadenkrämpfen führen. Auch Magen-Darmbeschwerden, Verstopfung und höhere Harnstoffwerte kommen relativ häufig vor. Im schlimmsten Fall kann es zu Benommenheit, Schwindelgefühl, Erbrechen und sogar zum Kollaps kommen.